Schnee- und Windlast

Zwei weitere wichtige Aspekte im Bezug auf Wartung und Pflege einer Photovoltaik-Anlage sind witterungsbedingt: Schnee- und Windlasten.

Schnee- und Windlast

Bei der Planung einer Photovoltaik-Anlage sollten zwei wichtige Aspekte - Schnee- und Windlasten - berücksichtigt werden.

Schneelasten

Die Statik des Daches sollte bei jeder Anlagenplanung fachgerecht geprüft werden. Wichtig dabei ist die zusätzliche Last, die bei starken Schneefällen entstehen kann. Denn in Gebieten mit starken Schneefällen stellt die eventuell zu erwartende Schneelast die größte Herausforderung für das Montagesystem dar. Die Schneelast wird im Allgemeinen nach DIN EN 1991-1-3 in Verbindung mit dem Nationalen Anhang NA errechnet. Für Photovoltaik-Anlagen, die in Lagen über 1500m über NN installiert werden sollen, müssen hingegen von Fall zu Fall entsprechende Rechenwerte bei der zuständigen Behörde festgelegt werden. Das Deutsche Institut für Bautechnik bietet hierzu eine tabellarische Zuordnung zum Download an. Achtung: Im Norddeutschen Tiefland gilt die Schneelast als außergewöhnliche Einwirkung, sodass besondere Richtlinien berücksichtigt werden müssen. 

Windlasten

Außenwände und Schrägdächer bremsen Winde auf der angeströmten Seite ab und sind so einem erhöhten Staudruck ausgesetzt. Auf der dem Wind abgewandten Seite hingegen nimmt die Windgeschwindigkeit zu und führt zu einem Unterdruck, dem sogenannten Windsog. Dieser ist der Grund dafür, dass Photovoltaik-Anlagen – insbesondere in starken Windlastzonen – mit ausreichend Dachbefestigungspunkten zu versehen sind. Die Windlast (nach DIN EN 1991-1-4 in Verbindung mit dem Nationalen Anhang NA) ist von Lage, Höhe, Dachform, Neigung und Angriffsfläche abhängig. Auch hier bietet das Deutsche Institut für Bautechnik eine tabellarische Zuordnung zum Download an.

Quelle: DGS

Es handelt sich hier um allgemeine Informationen zum Thema Photovoltaik; dies ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Für einzelne Fragen empfiehlt sich die Hinzuziehung von Fachpersonal.